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Hof-Chräzeren

St.Gallen, Schweiz, 2025

Der Ort besticht durch seine direkte Lage an dem grossgewachsenen Wald, die schluchtenhafte Topographie zum unteren Bachlauf, den Sitterviadukt, den nahegelegenen Gübsensee, sowie die weiten Blickräume ins Umland. 
Der Entwurf greift die Potenziale des Ortes auf und formuliert eine Setzung, die der Organik, der Massstäblichkeit und Logik des Ortes entspricht. 
Grosse Häuser legen sich in den seichten Hang und formen in einer Komposition aus «Modul und Variation» fliessende, sich aufweitende Aussenräume verschiedenen Ausmasses. Die Höhe der angrenzenden Baumkronen wird referenziert in den 5-6 geschossigen Gebäudeformationen. 
Eine polygonale Grundfigur mit offenen Winkeln bildet Fassaden mit vertikalen Stirnseiten aus, bricht den Massstab und die Länge der Gebäude und bettet die gemeinschaftlich genutzten Aussenräume in das Landschaftsbild ein, in dem die grosskronigen Bäume in den Raumtaschen fortgeführt werden.

Die Drehung der Gebäude zueinander schafft immer wieder neue und individuelle Raumkonfigurationen bei gleichzeitig optimaler Ausrichtung und Belichtung der einzelnen Einheiten.  

Im Süden zur Bahntrasse wird ein grosser Erdwall aus dem Aushub des Untergeschosses geformt. Dieser bildet einen Immissionsschutz und wird für die anliegenden Räume und Funktionen wie Gemeinschaftsraum, Spiel und Aufenthalt, sowie Velo-Parkierung aktiviert.

«Das Wohnen im Grünen und den Baumkronen» wird zum bestimmenden Thema der überwiegend dreiseitig ausgerichteten Wohneinheiten. Individualität, Aneigenbarkeit und Nachbarschaft sind wichtige Eckpfeiler des Konzeptes, die in den gewählten Typolgien der Aussenräume und den Wohnungszonierung der Grundrisse Entsprechung finden.


Übergeordnetes Leitbild und Analogie ist der Wald. In diversen Abstraktionsgraden und Interpretationen ziehen sich Bilder von Aufzweigung, Ast-Vergabelungen, Vertikalität, Holz, Organik und Zellstruktur durch den Entwurf.  So wachsen zwei einzelne Gebäude wachsen zellartig zusammen zu einem grossen Haus. An der Nahtsstelle befinden sich die Eingänge. Als «durchschiessender» Foyerraum führt dieser zu den vorgelagerten Aussenräumen und adressiert ins Quartier.

Projektinfo
Status
Unrealisiert
Kategorie
Wohnen, Städtebau
Jahr / Zeitraum
2025
Auftragsart
Projektwettbewerb u. Städtebauliche Studie | 3. Preis
Auftraggeberschaft
Reiffeisen Pensionskasse Genossenschaft
GF / GV
ca. 15'200 m2 (oberirdisch) / ca. 43'800 m3 (oberirdisch)
Landschaftsarchitekt
Chaves Biedermann Landschaftsarchitekten GmbH
Nachhaltigkeit
EK Energiekonzepte AG