Weinfelden, Schweiz, 2026
Ziel des Sanierungs- und Erweiterungskonzeptes ist es, die architektonischen und städtebaulichen Qualitäten des Bestand-Ensembles zu erhalten und fortzuführen, ein nachhaltig-wirtschaftliches Gebäude zu erstellen, sowie optimale Funktionsabläufe und eine sinnfällige Allokation des vielschichtigen Raumprogramms zu gewährleisten.
Dem Kollbrunner-Bau von 1968 liegt das korrelierende Thema von «Sockel & Aufbauten» zu Grunde. Zwei Schulklassentrakte und eine zur Aula umfunktionierte ehemalige Sporthalle sind kompositorisch und raumbildend auf dem eingeschossigen weissen Sichtbeton-Sockel verortet.
Der Projektvorschlag sieht vor die ikonische Sockel-Komposition und volumetrischen Setzungen beizubehalten, und die Eingriffe in dem Bestand der Klassentrakte auf ein Minimum zu beschränken sowie die Funktionsanordnung, Erschliessungs- und Öffentlichkeitsgrade zu korrigieren.
Im Verständnis des «Weiterbauens» greift das Projekt die wesentlichen architektonischen Charakteristika des modernistischen Bestandbaus auf und setzt diese interpretativ in den Erweiterungsbauten fort.
Der Realisierungsprozess und Etappierungsthematik sind ein integrativer Bestandteil des Gebäudekonzeptes. Ziel ist es den partiellen Rückbau, die Erstellung der Erweiterungsbauten und Sanierungseingriffe im Bestand möglichst ohne kostenintensive Provisorien in 3 Etappen zu realisieren.