Rothenburg, Schweiz, 2021 -
Das neue Sicherheitszentrum vereint mehrere kantonale Dienststellen unter einem Dach. Während rund 30% der Nutzfläche reinen Büronutzungen zugewiesen sind, fallen die restlichen Flächen auf Sondernutzungen wie Festnahmezentrum, Integrierte Leitstelle, Werkstätten, Labore und Einstellhallen.
Aufgrund seiner komplexen Nutzungsanforderungen soll es ein flexibles Gebäude sein, dass nach Aussen transparent, offen und einladend wirkt. Während auf Strassen-Niveau ein eher geschlossener, monolithischer Sockel das Gebäude erdet, ist das erste Obergeschoss als transparente, öffentliche Begegnungszone ausgebildet, die allen Nutzern des Gebäudes zur Verfügung steht und so als horizontale Erschliessungsebene alle Vertikalerschliessungen und Eingänge anbindet.
Der Neubau besetzt die Perimetergrenzen des Baufelds. Eine Mäander-Typologie bildet die Grundform der Obergeschosse aus und resultiert in zwei unterschiedlich grossen Innenhöfen, die auf einem mineralischen Sockelkörper sitzen. Die Strangtypologie ermöglicht eine hohe Flexibilität in der Nutzungsbelegung. Die dreiseitig gefassten Höfe im ersten Obergeschoss sind räumlich durch den Mensabereich verbunden und öffnen sich jeweils einseitig dem Gleis- oder Waldraum. Die zweigeschossigen Eingangsbereiche dienen als räumliche Schnittstelle zwischen innen und Aussen. Die Innenhöfe stehen dabei in räumlichen Blickbezug zu den transparenten Eingangsräumen, so dass der Besucher bereits beim Betreten des Gebäudes einen Ein- und Durchblick in die grünen Hofbereiche bekommt.